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Gemeinsam Freude haben

Faschingsgottesdienst 15.02.2026 Wallenfels
Datum:
Veröffentlicht: 17.2.26
Von:
Susanne Deuerling

Beim Faschingsgottesdienst in St. Thomas war die Kirche voll – auch das gehört zum Fasching dazu

Egal, ob jung oder etwas älter, Faschingsnarr oder einfach nur ein fröhlicher Mensch – sie alle trafen sich zum Faschingsgottesdienst, der zur närrischen Zeit in Wallenfels einfach dazu gehört. Auch in diesem Jahr stand er unter dem Thema „Freude“

"Wir grüßen euch alle, die heit mit debei,/ seid herzlich willkumma, des freut uns fei./ Seid fröhlich und feiert bei der Messe heut,/ denn der Herrgott freut sich über fröhlicha Leut", so begrüßten Werner Stumpf und Simon Urschidil die Gläubigen in der Wallenfelser Pfarrkirche. Zuvor waren alle Garden und der Elferrat unter den Klängen des "Narhalla-Marsches" in die Kirche eingezogen und Prinzenpaar, Prinzessin Linda I und Prinz Krisz I, sowie das Kinderprinzenpaar, Prinzessin Jule I. und Prinz Bèla I, hatten im Altarraum Platz genommen. Bereits seit einigen Jahren ist es gute Tradition, dass die "Narren" am Faschingssonntag auch die Pfarrkirche "übernehmen", dort den Gottesdienst mitgestalten und auch in der Kirche für eine "verrückte Zeit" sorgen. Ebenfalls mit von der Partie waren die keinen angels, die mit ihrem Eingangslied "Echt elefantastisch" die Freude über Gottes Schöpfung vermittelten.

Wie es eigentlich zur „Fünften Jahreszeit“ kam, das berichtete Maik Förner in einer Geschichte, in der sich die vier Jahreszeiten stritten. Dass man ein Schuldbekenntnis auch anders beten kann, bewies das Lied „Wir sind alle kleine Sünderlein“ und beim Evangelium drehte sich alles um Jesus und das Halten von Gesetzen. Pfarrer Detlef Pötzl ging auch in seiner Predigt auf dieses Thema ein und brachte dies in Reimform anschaulich den Gottesdienstbesuchern da. "Wir haben gehört: du sollst nicht töten./ Doch Jesus geht tiefer, lässt uns erröten. / Schon Zorn im Herzen, Hass und Hohn,/ verfehln das Ziel vor Gottes Thron." Mit dieser inneren Haltung wolle Gott echte Freude in uns wecken, weg von der Oberflächlichkeit. "Denn echte Freude kommt von innen her/ sie braucht nicht immer Bühne und noch mehr." Pötzl rief auch kritisch dazu auf, diese echte Freude mehr in der Kirche zum Vorschein zu bringen, weniger "Last und viel Weinen". Auch auf die kommende Kommunalwahl wies Pötzl in seiner Predigt hin und mahnte: "Wir geben bei der Wahl unsere Stimme/und halten zamm, heut und immer." Am Ende seiner knapp fünfminütigen Ansprache schloss der Pfarrer mit dem Satz: "Nun komm ich zum Ende für heute/sonst schimpft die fromme Meute./ Ich bin ja nun kein eifriger Diakon/ deshalb endet meine Predigt schon./ Zusammenfassend sag ich es heute/ ganz konkret zu euch ihr Leute/ Liebe Herren, liebe Damen:/ Bleibt fröhlich und munter. Amen."

Im Anschluss brachte die Garde mit ihrem Tanz eine ganz besondere Art des Gotteslobes dar. Für Bewegung sorgten dann als Danklied gegen Ende des Gottesdienstes die kleinen angels. Mit dem immer schneller werdenden Lied "Oben, unten, innen, außen" und den entsprechenden Handbewegungen wurde so mancher Gottesdienstbesucher ins Schwitzen gebracht.

Pfarrer Detlef Pötzl schloss sich am Ende den Dankesworten von Werner Stumpf und Simon Urschidl an und sprach allen Beteiligten seinen herzlichen Dank aus.