Erzbischof Dr. Ludwig Schick überreicht Werner Stumpf eine Anerkennung.
Datum:
Veröffentlicht: 12.7.14
Von:
Thomas Weiß
Die Wallenfelser Ministranten wurden zur Ehrenamtsehrung nach Bamberg eingeladen
Die Wallenfelser Ministranten wurden am Freitag, 11.07. im Bistumshaus St. Otto in Bamberg von Erzbischof Dr. Ludwig Schick neben siebzehn anderen Gruppierungen und Projekten für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.
Nach dem offiziellen Teil gab es im Foyer des Bistumshauses einen Empfang.
Das regelmäßige Putzen der Pfarrkirche, die Organisation von Gottesdiensten für Behinderte, der Krankenhausbesuchsdienst oder die Tätigkeit in der Mission sind nur einige Beispiele dafür, wie vielfältig die Arbeit der Ehrenamtlichen im Erzbistum ist. Jährlich zeichnet deshalb die „Stiftung für das Ehrenamt“ vom Stiftungszentrum des Erzbistums verschiedene Projekte und Gruppen im Rahmen einer Ehrung aus. Die Gruppen stehen stellvertretend für alle Ehrenamtlichen im Bistum. Im Festsaal des Bistumshauses St. Otto, in Bamberg, war in diesem Jahr neben siebzehn anderen Gruppen auch das Ministranten-Team aus Wallenfels unter den Geladenen.
Anne Kurlemann, Mitglied des Stiftungsrates, begrüßte die anwesenden Gruppen. Kirche sei an vielen Orten lebendig, so Kurlemann. Wichtig seien Vorbilder- Menschen die nach Erich Kästner „im gegebenen Augenblick ohne Wimpernzucken gesagt oder getan haben, wovor wir zögern“. Erzbischof Dr. Schick freute sich über den voll besetzten Saal. In seiner Ansprache zeigte er wesentliche Aspekte des Ehrenamts auf. Wer anderen eine Freude bereite, zu dem kehre diese Freude auch zurück. Der Scheck, den die Gruppen erhalten, sei dafür gedacht, sich etwas zu gönnen, denn wie schon die Hl. Theresa von Avila wusste: „Wer nicht genießt, wird ungenießbar“.
Mit einer PowerPoint-Präsentation wurden anschließend die verschiedenen Gruppen und Projekte vorgestellt. In sechs Kategorien wurden die 18 Gruppen geehrt. Das Spektrum ihrer Tätigkeiten ist breit gestreut und reicht beispielsweise vom Kirchenputzteam über Gebetsgruppen, musikalische Gruppierungen hin zu missionarischen Tätigkeiten und diakonischem Engagement. Das Ministranten aus Wallenfels wurde in der Kategorie „Communio passiert nicht von allein“ geehrt. Elisabeth Schillab, Mitglied des Stiftungsrates, berichtete vom Engagement der Ministranten. Eine Besonderheit dieser Gruppe sei, dass es nicht nur Minis, sondern auch „Maxis“ gebe. Die Ministranten hörten ihren Dienst als Ministrant nicht mit sechzehn, siebzehn Jahren auf, sondern machten weiter. In der Begründung heißt es: Die Messdiener verrichten nicht nur ihren Dienst am Altar. Das „Mini-Maxi-Management“ beteiligt sich auch aktiv am gesellschaftlichen Leben in der Stadt. Die generationsübergreifende Gruppe bietet Veranstaltungen für das ganze Altersspektrum an. Die Einnahmen kommen dabei pfarrlichen Projekten, wie beispielsweise dem Erhalt des Jugend- und Pfarrheims zugute. Werner Stumpf, Verantwortlicher für die Ministrantenarbeit in Wallenfels, konnte den Scheck entgegennehmen. Die geladenen Musikgruppen bereicherten die Feierstunde mit ihren Einlagen. Im Anschluss waren alle Beteiligten zu einem Empfang und Imbiss im Innenhof und Foyer des Bistumshauses geladen. Der Ausflug der 40 Ministranten im Alter von 10 bis 66 Jahren und der ehrenamtlichen Helfer wurde mit einem gemeinsamen Abendessen abgeschlossen. Was sich das Wallenfelser Mini-Team mit dem erhaltenen Geld gönnen will, ist noch nicht sicher.